Explodierendes Plastik und Markenhochzeiten

Es gibt Momente, in denen fühle ich mich ganz klein und rückständig und mein Kopf dreht sich. Mir wird schwindelig weil eine plötzliche Entdeckung mein ganzes Weltbild für ein paar Sekunden auseinandernimmt.
Solches geschah soeben, als ich nach Marcel Engh, dem Verfasser von “Popstars als Marke: identitätsorientiertes Markenmanagement für die musikindustrielle Künstlerentwicklung und -vermarktung” recherchierte.
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Varia 25/05/2013

So, die Webseite hat nun alles, was sie braucht: mailing-form, Spendenbutton, Erklärbärtext; Musik ja sowieso, nun kann der Ansturm kommen. Wird er aber nicht, was soll´s: “Meine Ideen bringen kein Wachstum”. Gestern haben wir einen schönen Quartalsbericht Nr. 5 gemacht. Alle waren glücklich – Bands, Publikum, Veranstalter. Das Big Buttinsky ist das wunderbarste Wohnzimmer für alle, die bei der Kunst nicht nach der Quote schielen und ihr eigenes Ding konsequent entwickeln bzw. solche Musik erleben wollen. Zugegeben, der Abend hätte mehr Publikumszuspruch verdient, aber sind nicht alle schon völlig überladen? Nicht nur von anderen Konzerten, dem zeitgleich stattfindenden VfL Relegationsspiel, dem ständigen shoppen gehen …

Wenn ich mich in eins der sozialen Netzwerke einlogge, um etwas zu posten, und dann einen halben Nachmittag lang hängen bleibe, kommentiere und den vielen Links folge, ist mein Kopf auch ganz voll, ich bin auf verschiedenste Art emotional berührt worden und am Ende: voll. Und ins Big Buttinsky gehe auch ich viel zu selten.

Wie auch immer, die CD-Veröffentlichung ist durch, die Mai-Gigs sind gespielt. Wir kehren uns nach innen und arbeiten an neuen Liedern. ‘Alles in Ordnung’ haben wir gestern schon gespielt, darin heisst es: “Meine Ideen bringen kein Wachstum, meine Ideen sind nichts wert. Und solang sich das nicht ändert, weiß ich, ich bin nicht verkehrt.” In diesem Sinne, weiter so.